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Die Zeit der Nur-Sanierer läuft ab

Selbstverliebt, mutlos, oft schlecht ausgebildet: Im Interview mit W&V Online rechnet der frühere Kienbaum-Geschäftsführer Michael Lorenz mit führenden Medienmachern ab.

 

W&V: Wirtschaftskrisen erfordern naturgemäß harte Entscheidungen, bis hin zu Entlassungen. Dazu sind  bestimmte Eigenschaften bei Managern nötig. Brauchen wir nach der Krise einen anderen Manager-Typus als heute?

Lorenz: Die Wirtschaftskrise ist endlich, die Medienkrise vorerst nicht - sie wird uns noch lange beschäftigen.  Medien und ihre Protagonisten müssen quer durch alle Gattungen sehr viel mutiger werden und deutlich mehr an neuen Produkten und Formaten ausprobieren.

In der Krise fehlt dafür oft das Geld.

Klar: Einnahmen schaden nicht. Klar ist aber auch: Erfolg stellt sich dann ein, wenn Kundenprobleme gelöst werden. Um solche Lösungen zu finden, sollten Führungskräfte schon ein wenig experimentierfreudiger sein. Speziell, wenn das Geld bei der werbungtreibenden Industrie gerade nicht so locker sitzt.

Eine neue Art Manager ist nicht nötig?

Doch, was aber nur teilweise mit der Wirtschaftskrise zu tun hat. Die Zeit der Nur-Sanierer und Turnaround-Spezialisten läuft ab. Mit ihnen ist auf Dauer kein stabiles Geschäft möglich. Der Nachholbedarf, besonders bei TV, Radio und Online, ist riesengroß: Dort tummeln sich oft entweder mehr oder weniger schlecht ausgebildete, aus vergangenen Zeiten hochgespülte Laissez-faire-Manager, oder jene senioren Führungskräfte, die aus anderen Branchen stammen und in den Medien nie heimisch wurden. Man darf nicht vergessen: Für TV ist das die erste ganz große Krise. Verlage sind da sturmerprobter.

Wie würde ein geeignetes Anforderungsprofil aussehen?

Zunächst einmal ist meine Erfahrung: Der Ausbildungsgrad der Führungskräfte, speziell in den Medien, ist deutlich steigerungsfähig. Daraus resultiert eine gefährliche Gratwanderung: Die Arbeit mit dem weit verbreiteten Wir-machen-das-mal-eben-klar-Typ mag eine ganze Weile gut gehen. Das sind jedoch nicht die Manager, die den Leser-, Hörer-, Seher- und Werbemarkt wirklich verstehen. Erforderlich sind „vier Fs“: Fast, Focused, Flexible, Friendly. Ein solches Führungsverhalten zahlt sich übrigens auch in stürmischen Zeiten aus, weil Fehlentwicklungen in der Krise besonders teuer sind.

Die „Fs“ müssen Sie uns erklären.

Es geht darum, Entscheidungen schnell („fast“) zu treffen und umzusetzen. Anschließend müssen Führungskräfte „flexible“ reagieren, je nachdem, ob sich ihre Entscheidung als richtig erweist. Gegebenenfalls müssen sie bereit sein, jenseits aller Eitelkeiten schnell die Reißleine zu ziehen. Das ist wichtig: In einigen Märkten wird man auch künftig nur auf Sicht fliegen können. „Focused“ meint, nicht alle Projekte gleichzeitig voranzutreiben.

Verzetteln sich viele Führungskräfte?

Nicht nur das. Ich kenne Medienmanager, die 80 Prozent ihrer Zeit in die Selbstdarstellung stecken statt in Titel und Formate.

Führen denn harte, fokussierte Entscheidungen nicht automatisch zu einem Vertrauensverlust im Unternehmen?

Nein. Nur dann, wenn der Kapitän keine Vorstellung davon hat, was zu tun ist. Oder, wenn er seine Vorstellungen nicht rechtzeitig und womöglich unzureichend kommuniziert.

Verändert die Krise den Führungsstil in den teils schwer getroffenen Medien?

Ja, aber leider nicht zum Guten. Wenn aber der innere Zusammenhalt da ist und die Mitarbeiter konzentriert und motiviert arbeiten, dann können Führungskräfte sogar in der Krise eine höhere Kampfklasse erreichen. Es gibt jedoch Führungskräfte, die sehr verunsichert sind und immer weiter in wackelige Business-Modelle investieren. Sie neigen dazu, einfach „draufzuhauen“, wenn es mal nicht gut läuft

Konsumgüterhersteller streichen ihre Budgets zusammen, Publikumsmedien befinden sich seit Jahren in schwerer See. Bleibt Krisen-Tauglichkeit ein „Muss“?

Davon ist auszugehen. Bestimmte Segmente kommen erst einmal gar nicht aus der Krise heraus. Manager in diesen Bereichen sollten darauf vorbereitet sein: etwa überall dort, wo Kunden - wie bei den Zeitungen kaum mehr bereit sind zu bezahlen.

veröffentlicht am 07.01.2010 auf W&V

http://www.wuv.de/nachrichten/medien/die_zeit_der_nur_sanierer_laeuft_ab

Herr Kollege, das war´s!

Eine Kündigung zieht weit mehr nach sich als den reinen Verlust des Arbeitsplatzes. Auf welche rechtlichen Fallstricke Gekündigte achten sollten, wie die letzten Tage im alten Unternehmen gekonnt gemeistert werden - dazu äußern sich Michael Lorenz und weitere Experten für Focus Online. Denn: man sieht sich immer zweimal im Leben!

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Kommunikation unangenehmer Wahrheiten - gerade im Job nicht immer einfach!

Michael Lorenz und andere Kommunikationsexperten geben Tipps, wie Körpergeruch, unangemessene Kleidung oder Belästigungsversuche am Arbeitsplatz fair und unmissverständlich angesprochen werden können!

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Trennung als Chance - Uta Rohrschneider für BildungAktuell

Für viele Führungskräfte ein Schock - ausgerechnet ich gekündigt? An was zu denken ist, wenn die Kündigung ausgesprochen wurde, und wie man schnell wieder handlungsfähig wird, erklärt Uta Rohrschneider für das e-Journal www.bildungaktuell.at in ihrem Artikel "Trennung als Chance".

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M.Lorenz zu Unternehmensführung in Krisenzeiten

Die Steinbeiss Hochschule Berlin - School of Management and Innovation - bietet in Zusammenarbeit mit der media.net:academy eine neue Seminarreihe mit den inhaltlichen Schwerpunkten Sales Management, Unternehmensführung und Kundengewinnung im Web 2.0.

(...) Mit der Frage, wie sich Manager in Krisenzeiten richtig verhalten können, beschäftigt sich Dipl. Psych. Michael Lorenz im zweiten Seminar der Reihe im Juni.

Für ihn ist "das Themenfeld Führung immer, aber in schwierigen Umfeldern besonders wichtig. Mitarbeiter suchen und brauchen Orientierung, wenn Erfolge nicht so einfach zu generieren sind wie in Schönwetterzeiten. Unser Seminar hilft Führungskräften, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, Klartext zu reden und zu lernen, wann genug diskutiert wurde."

(...) Mit der gemeinsamen Seminarreihe reagieren die SMI und das media.net berlinbrandenburg auf die neuen Herausforderungen in Krisenzeiten. Zudem bieten die Seminare in gewohnter Weise genügend Raum für Ideen- und Erfahrungsaustausch. Weitere Informationen zur Seminarreihe finden Sie hier.

Artikel in der FAZ erschienen!

In dem Artikel "Chancengleichheit - auf starken Schultern an die Uni", der im September in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist, äußert sich u.a. Michael Lorenz zu der sinkenden Chancengleichheit an deutschen Hochschulen und der Bedeutung der sozialen Herkunft im Bewerbungsprozess.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

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Artikel erschienen: Up-Date in New Media

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck startet ihr neues Weiterbildungsangebot New Media Campus. Akademischer Partner ist die School of Management and Innovation (SMI).

„Mit den Themen des New Media Campus reagieren wir auf die wichtigsten Innovationen und Entwicklungen der Medienwirtschaft. Wir geben eine gezielte Antwort auf neue Technologien, veränderte Marktmodelle und Nutzergewohnheiten“, erklärt Dr. Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender der Geschäftsführung und Gesellschafter der Verlagsgruppe. Das Stuttgarter Unternehmen hat ein neues Weiterbildungsangebot speziell für den Bereich New Media gestartet, dessen erste Seminarveranstaltungen ab April zu belegen sind. [...] „Die SMI kennt sehr gut die Anforderungen der Wirtschaft und kann diese mit praxisorientierten Top-Dozenten bedienen", betont Cathrin Vischer, Leiterin Personalentwicklung und -marketing bei Holtzbrinck und Verantwortliche für den New Media Campus. [..]

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Artikel aus Capital 02/2008 "Schluss mit lustig"

"Macher auf dem Prüfstand",

Michael Lorenz u.a. sprechen über den Einsatz von Einzel-Assessments, denen sich auch langjährige Führungskräfte inzwischen immer mehr stellen müssen.

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Artikel zu Führungstipps und Mitarbeiterpersönlichkeiten

Den Artikel des österreichischen Wirtschaftsblattes

"Einfacher führen mit Psycho-Know-how",

in dem Michael Lorenz über die vier Mitarbeitertypen spricht und Tipps zum richtigen Führungsverhalten gibt, können Sie im Artikelshop bestellen.

 

"Fit für die Geschäftsführung" in der Presse

Fit für die Geschäftsführung
(pdf-Datei, 36,6 KB, 10/2005)

Weitere Informationen finden Sie auch unter "Veröffentlichungen".

Aus unmotivierten Mitarbeitern engagierte Menschen machen…

4. Unternehmer-Fachtagung stellte den Menschen in den Mittelpunkt!

„Erfolg kommt von oben“ – unter diesem Motto fand Anfang November 2005 die 4. Fachtagung statt, gemeinsam veranstaltet von den NEWS, der Dekra, von ASU / BJU, dem SchmittColleg und dem VdU. Es ging um Führung und Führungskultur. Einmal mehr wurde deutlich, wie die Mitarbeiter den unternehmerischen Erfolg maßgeblich beeinflussen können. Vorausgesetzt, sie werden richtig geführt und motiviert.

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Reorganisation von Strukturen und Prozessen in der Personalabteilung

In diesem Artikel berichtet Fr. Prof. Dr. Heike Kraußlach der Universitätsklinik Jena von einem gemeinsam mit der grow.up. Managementberatung GmbH realisiertem Projekt.

PERSONALFÜHRUNG 6/2005

(Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V., Düsseldorf, Fachbeiträge S. 86-93)

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grow.up gestaltet Workshop des UKJ

Erfahren Sie mehr zu einem von der grow.up. Managementberatung realisierten Workshop am Universitätsklinikum Jena.

Ein Beitrag der "Zeitung für Mitarbeiter des Universitätsklinikums Jena" zu dem Thema: Gemeinsam an einem Strang - Personalrat und Klinikumsvorstand berieten in gemeinsamem Workshop über die Zukunft des UKJ (aus UKJbewegt, 01/2008)

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Interview mit M.Lorenz zum Thema Führungskräfteentwicklung

Der Personalrat der Universitätskliniken Jena interviewte Herrn Lorenz zum Thema Führungskräfteentwicklung.

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Aus Klagen Chancen machen

Beschwerden gehören zum Service-Alltag. Vom systematischen Beschwerdemanagement profitieren Kunde und Institut.

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Ein Beitrag in Sparkasse - Managermagazin für die Sparkassen-Finanzgruppe, Ausgabe März 2005, 122. Jahrgang, Nummer 3 von Steffen Wuth (Wiesbaden).

Spiel mit festen Regeln

"Spiel mit festen Regeln"

Michael Lorenz über Erfolgsfaktoren für die bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Führungskräften. In "db update 7-8/2004".

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Stellen Sie sich einmal vor ...?!

Michael Lorenz, der Personal-Profi in Sachen Bewerbung/Interview im Hugendubel-Magazin "büchermenschen".

Dieses Interview, in dem Michael Lorenz interessante Aspekte zu Bewerbungsverfahren und -unterlagen nennt, können Sie im Artikelshop bestellen.

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