Die 16 Lebensmotive und ihre Bedeutung
Dr. Steven Reiss, Professor für Psychologie an der Ohio State University, USA, fand in empirischen Untersuchungen heraus, dass jeder Mensch in seinem Handeln von genau 16 Lebensmotiven beeinflusst wird.
Die 16 Motive beschreiben die individuellen Antriebe und Werte, die menschliches Handeln maßgeblich bestimmen. Sie erklären, WARUM jemand etwas tut und anderes keine Bedeutung für ihn hat.
Was Menschen voneinander unterscheidet, ist, wie stark bzw. schwach ein Motiv ausgeprägt ist und welche Priorität dem jeweiligen Motiv im Leben eines Menschen zukommt. So ergibt sich für jeden einzelnen eine individuelle Motivstruktur, die im Reiss Profile abgebildet wird.
Die 16 Lebensmotive sind „Letztmotive“ und „intrinsische Motivatoren“ des menschlichen Handelns. D.h., in ihrem Handeln versuchen Menschen das Bedürfnis, welches sich hinter einem Motiv verbirgt, zu befriedigen. Gelingt das, sind Menschen zufrieden, leistungsfähig und letztendlich „glücklich“. Als intrinsische Motivatoren sind die 16 Lebensmotive stark handlungstreibend, wobei insbesondere die hoch und die niedrig ausgeprägten Motive im Profil eines Menschen sein Handeln beeinflussen und seine Persönlichkeit prägen. Aufgrund des intrinsischen Motivationscharakters entfaltet ein einmal befriedigtes Motiv umgehend wieder neue motivierende Kraft und veranlasst ein erneutes Handeln in seinem Sinne. Das menschliche Handeln ist also kein „Mittel“, um etwas zu bekommen, sondern tatsächlich Selbstzweck.
Möglichkeiten zur Motiv- bzw. Bedürfniserfüllung sucht sich jeder Mensch in seinem beruflichen oder in seinem privaten Umfeld. Gerade für Unternehmen und Führungskräfte ergeben sich hieraus wichtige Konsequenzen. So sind Engagement und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern dann am höchsten, wenn die Bedingungen und Möglichkeiten am Arbeitsplatz und im Arbeitsumfeld so sind, dass sie den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, ihre individuell am niedrigsten und am stärksten ausgeprägten Motive zu befriedigen. Das Reiss Profile unterstützt Unternehmen und Führungskräfte dabei, fördernde und blockierende Faktoren im Führungsverhalten von Vorgesetzten und im Verhalten von Mitarbeitern und Kollegen zu erkennen, die im betrieblichen Alltag leicht beachtet werden können. Im Unterschied zu vielen anderen Motivationstheorien liefert das Reiss Profile™ und die dahinter liegende Motivationstheorie klare Aussagen und konkrete Handlungsanweisungen für den betrieblichen Alltag in Führung und Zusammenarbeit.





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